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Wenn nichts mehr steht…

Viagra® & Co. ©

Sinnvolles Arzneimittel oder gefährliche Lifestyledroge? 


Viagra® & Co. - Was ist eigentlich eine „erektile Dysfunktion“? 

Die so genannte erektile Dysfunktion ist die offizielle Bezeichnung dafür, dass Männer nicht mehr „ihren Mann stehen“. Ärzte sprechen von einer erektilen Dysfunktion, wenn es nicht gelingt, in einem Zeitraum von sechs Monaten aufgrund mangelnder Steifigkeit des Gliedes einen befriedigenden Geschlechtsverkehr durchführen zu können. Sie hat also nichts mit Potenzstörungen aufgrund mangelnder Libido (sexuelles Verlangen) zu tun. Diese Störung ist häufiger, als viele glauben – zumal die Betroffenen selten darüber reden. Die Hälfte aller Männer ist irgendwann während des gesamten Lebens zumindest zeitweise von mangelnder „Standhaftigkeit“ betroffen. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht weiter behandlungsbedürftig, sondern verschwindet von ganz allein wieder. Fast immer helfen Geduld, Zuwarten und eine einfühlsame und verständnisvolle Partnerin und es geht wieder bzw. er steht wieder. Je höher aber der Erwartungsdruck und die Angst vor dem Versagen sind, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es „schon wieder nicht klappt“. Wenn das befürchtete Ereignis dann auch eintritt, entsteht rasch ein fataler Teufelskreis, aus dem es nur schwer ein Entkommen gibt. Viagra® & Co. helfen dann zwar vorübergehend, aber es besteht die Gefahr, dass der Mann dann glaubt, ohne dieses Hilfsmittel gehe gar nichts mehr. Man(n) sollte also die Messlatte (ein in diesem Fall passender Begriff) sehr hoch legen, bis man zu diesem kurzfristig hilfreichen, langfristig das Problem aber möglicherweise aber verschärfenden Strohhalm (passt schon wieder) greift. 

Über andauernde Erektionsstörungen klagen hingegen  2 % der 30jährigen Männer. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt diese Rate kontinuierlich bis auf über 50 % der über 70jährigen zu. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass jeder fünfte erwachsene Mann unter einer erektilen Dysfunktion leidet, wovon etwa jede zweite Störung als behandlungsbedürftig angesehen wird. 

Viagra® & Co. - Häufiger organische als psychische Ursachen 

Während die Urologen und Andrologen (die „Fachärzte für Männermedizin“) früher davon ausgingen, dass die allermeisten Störungen auf psychische Ursachen zurückzuführen sind (u.a. Depressionen, „Versagensängste“), weiß man heute aufgrund besserer Diagnostikmöglichkeiten, dass sich bei etwa zwei Drittel aller Betroffenen eine organische Störung als Ursache nachweisen lässt. So haben beispielsweise 60 % aller Männer mit manifestem Diabetes mellitus eine erektile Dysfunktion. Aber auch Schilddrüsenerkrankungen, Krankheiten der Prostata, koronare Herzkrankheit oder Operationen im Beckenraum sind häufig dafür verantwortlich. Risikofaktoren für Gefäßverkalkung wie Rauchen, Bluthochdruck oder Fettstoffwechsel bilden den Nährboden, auf dem die erektile Dysfunktion wächst (vielmehr wächst dann eigentlich nichts mehr). Die erektile Dysfunktion ist also selten eine isolierte, vom übrigen Körper losgelöste Störung, sondern sollte ganzheitlich betrachtet werden.  

Durchblutungsstörungen sind neben Nervenstörungen (z.B. bei Diabetes mellitus) die häufigsten Ursachen. Es kommt aber nur selten vor, dass die Gefäße des Penis allein betroffen sind. Wenn hier Durchblutungsstörungen nachgewiesen werden, dann lohnt es sich auch, in anderen Regionen (z.B. Kopf, Herz, Beine) danach zu suchen. Die erektile Dysfunktion kann so ein Frühwarninstrument für einen möglicherweise drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall darstellen. Das schlaffe Glied kann daher (eigentlich paradox) der warnend erhobene Zeigefinger für andere, viel gefährlichere Durchblutungsstörungen sein.

Viagra® & Co. - Sinnvolle diagnostische Abklärung vor der Therapie 

Vor die Therapie haben die Götter bekanntlich die Diagnose gestellt. Bevor unbedarft zu Viagra® & Co. gegriffen wird, sollte also eine ausführliche Anamnese – einschließlich sorgfältiger Sexualanamnese – und körperliche Untersuchung erfolgen. Wenn der Arzt das Sexualverhalten und die Bedürfnisse genau erfragt, wird sich oft herausstellen, dass gar keine therapiebedürftige erektile Dysfunktion vorliegt, sondern dass oftmals überhöhte Erwartungen die eigentliche Ursache für eine vermeintliche Störung darstellen. 

Ist aber wirklich von einer gestörten Funktion auszugehen, so folgen einige Basislaboruntersuchungen (siehe Tabelle), die in Zweifelsfällen auch von einer urologischen Spezialdiagnostik (z.B. Farb-Duplexsonographie der Penisarterien zur Beurteilung der Durchblutung) begleitet werden kann. Erst wenn eine eindeutige Behandlungsindikation (z.B. hoher Leidensdruck bei Ausschluss anderer behandelbarer Ursachen) festgestellt wird, darf der Arzt zum Rezeptblock greifen. Der Wunsch des Patienten, seine – vielleicht neue oder deutlich jüngere – Partnerin nicht nur einmal, sondern dreimal hintereinander beglücken zu wollen, ist dabei eindeutig keine Indikation für eine solche Behandlung! 

Viagra® & Co. - Tabletten sind heute das Mittel der Wahl 

Früher waren Injektionen mit Prostaglandinen (bestimmten Botenstoffen für die Durchblutung), Vakuumpumpen oder gar ein Penisimplantat die vorherrschenden Behandlungsoptionen. Diese können in Einzelfällen (z.B. bei Versagen oder Gegenanzeigen der medikamentösen Therapie) immer noch das Mittel der Wahl sein. In der Regel erfolgt die Therapie der erektilen Dysfunktion seit einigen Jahren aber fast ausschließlich mit so genannten Phosphodiesterase-Inhibitoren (PDE). Diese greifen in den Stickoxid-Stoffwechsel ein. Stickoxide (NO) sind Nitratverbindungen, die die Bildung bestimmter Botenstoffe ermöglichen, welche wiederum die glatte Muskulatur der Schwellkörper im Penis beeinflussen. Phosphodiesterase-Inhibitoren hemmen den Abbau dieser Botenstoffe und ermöglichen so eine bessere und länger anhaltende Blutfülle der Schwellkörper. 

In Deutschland kommen derzeit drei dieser Medikamente zum Einsatz, die sich in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen nur minimal unterscheiden. Das erste und bekannteste Präparat war das Viagra® (Sildenafil), gefolgt von Cialis® (Taladafil) und Levitra® (Vardenafil). Sie wirken in der Regel gut und zuverlässig, wobei das Ausmaß der Wirksamkeit sich nach der Grunderkrankung richtet. Bei psychogener Impotenz wirken diese Mittel zu 80 %, was die Bedeutung der Erwartungshaltung deutlich unterstreicht. Liegt der Verdacht auf eine solche psychogene Störung vor, so kann eine häufige Anwendung mit Phosphodiesterase-Inhibitoren das Problem dauerhaft verstärken (den Penis jedoch nur vorübergehend). Verhaltenstherapeutische, gegebenenfalls auch psychoanalytische Maßnahmen sind hier langfristig Erfolg versprechender. Auch eine Paartherapie kann dann äußerst hilfreich sein, um (vielleicht überhöhte) gegenseitige Erwartungen zu klären oder (auch das sexuelle Zusammenleben) belastende Konflikte zu lösen. Bei organisch bedingten Durchblutungsstörungen ist hingegen mit einer Erfolgsrate von 65 % zu rechnen (immerhin), während bei langjährigen Diabetikern oder Patienten mit einer radikalen Prostataoperation nur noch knapp jeder Zweite profitiert (immer noch besser als ganz „tote Hose“). 

Viagra® & Co. - Phosphodiesterase-Inhibitoren – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Der größte Unterschied zwischen den verschiedenen Substanzen besteht in der Zeit bis zum Wirkungseintritt und der Wirkdauer. Während Viagra® und Levitra® nach 20 bis 60 Minuten zu wirken beginnen, ist dies bei Cialis® erst nach etwa 120 Minuten der Fall. Die ersten beiden Mittel wirken etwa 8 bis 10 Stunden, während letzteres bis zu 36 Stunden seine Wirkung entfaltet. Bei der „Planung“ eines erfolgreichen Zusammenseins sind diese Zahlen unbedingt zu berücksichtigen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Alle Mittel haben die gleichen Kontraindikationen und Nebenwirkungen – bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Farbsehstörungen bei etwa 5 % unter Viagra®, was bei den anderen Mitteln nicht vorkommt). Bei Cialis® kommt es selten zu Rückenschmerzen, was bei den anderen beiden Präparaten nicht beschrieben wurde. 

Die absolute und wichtigste Gegenanzeige besteht in einer Therapie mit Nitraten (bei kardiologischen Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit mit Angina pectoris oder in bestimmten Fällen von Herzschwäche). Durch die Vermehrung der Stickoxide durch Nitrate und den verminderten Abbau durch Phosphodiesterase-Inhibitoren kommt es zu mitunter nicht mehr beherrschbaren Blutdruckabfällen. Die Todesfälle, die in der Anfangsphase der Viagra®-Euphorie vermehrt beobachtet wurden (immerhin mehr als hundert – viele andere Medikamente wären schon längst vom Markt genommen worden), waren eben nicht auf die Herzkrankheit, sondern die Wirkungspotenzierung (in diesem Fall war die „Potenz“ierung alles andre als erwünscht) von Phosphodiesterase-Inhibitoren und Nitraten zurückzuführen. Weitere Gegenanzeigen sind in der Tabelle aufgeführt. 

Viagra® & Co. - Nebenwirkungen – selten, gering, aber beachtenswert 

Die Nebenwirkungen von Phosphodiesterase-Inhibitoren sind in der Regel gering und halten auch nur solange an, wie das Mittel wirkt. Am häufigsten sind Kopfschmerzen (bis zu 25 %), Verdauungsstörungen (5-10 %) und Schwellungen der Nasenschleimhaut (5 %). 

Für betroffene Patienten – und Patient bedeutet eben, dass eine behandlungsbedürftige Krankheit vorliegt! – kann die Therapie mit Phosphodiesterase-Inhibitoren ein wahrer Segen sein. Die Förderung der Fähigkeit zum erfolgreichen Geschlechtsverkehr kann entscheidend zur Steigerung der Lebensqualität (oder sollten wir hier besser von „Lebenslust“ sprechen?) beitragen. Nicht vergessen sollten wir in diesem Zusammenhang, dass von Potenzstörungen nicht nur der Mann, sondern oft auch die Partnerin betroffen ist. Auch deren Lebensqualität kann also mit dieser Therapie entscheidend beeinflusst werden. Diese Präparate können damit zur Stabilisierung von Beziehungen beitragen - vorausgesetzt beide Partner empfinden die erektile Dysfunktion als Leiden und wünschen gleichermaßen längeren und häufigeren Verkehr. Dies sollten beide Partner vor (!) einer Therapie einvernehmlich geklärt haben. 

Die einzige Indikation für Phosphodiesterase-Inhibitoren ist die erektile Dysfunktion – oder auf Deutsch: wenn er „ihn“ nicht in ausreichendem Maße hochbekommt. Entgegen anders lautender Meinungen steigern diese Mittel nicht die Libido, also das Verlangen. Diese sollte nach wie vor spontan vorhanden sein – oder mit anderen Mitteln gefördert werden. Kerzenschein, romantische Musik, eine gut aussehende und verführerisch gekleidete Partnerin sowie herzliche Worte und zärtliche Berührungen sollen hier wahre Wunder wirken. 

Bei der Therapie mit Phosphodiesterase-Inhibitoren handelt sich eindeutig um ein starkes, in bestimmte Enzymfunktionen massiv eingreifendes Medikament, welches unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko und nach ärztlicher Verordnung durchaus zum Einsatz kommen darf. Es ist aber auf keinen Fall als Lifestyledroge gedacht, um zur Steigerung des sexuellen Genusses und der männlichen Omnipotenz („ich kann es aber noch stundenlang!“) missbraucht zu werden. Mit Recht ist es daher rezeptpflichtig und sollte auch nur von solchen Ärzten verordnet werden, die damit genügend Erfahrung haben und gegebenenfalls verantwortungsvoll den Wunsch nach einem Gefälligkeitsrezept zurückweisen. Der Patient ist aufgefordert, alles zu tun, um seine Durchblutung insgesamt zu verbessern. Hier bietet die Naturheilkunde mit Kneippschen Anwendungen, Bewegungstherapie und vollwertiger Ernährung zahlreiche prophylaktische Möglichkeiten. 

Seit wenigen Jahren gibt es auch Präparate mit der Aminosäure Arginin auf dem Markt. Dabei handelt es sich um eine natürliche Vorstufe in der Bildung der gefäßerweiternden Stickoxide. Sie wird bei koronarer Gefäßerkrankung mit nachgewiesener endothelialer Dysfunktion eingesetzt. Endotheliale Dysfunktion bedeutet, dass sich die Gefäße – im Herz, aber möglicherweise auch im Penis – auf einen gegebenen Reiz nicht so stark erweitern, wie sie dies eigentlich sollten. Es gibt, teilweise sehr aufwändige Tests, um eine solche Dysfunktion nachzuweisen. Ein einfaches, preiswertes und wenig invasives Verfahren ist die Untersuchung des Blutes auf ADMA (AsymmetrischesDiMethylArginin). Ist dieser Stoff erhöht, darf man vor einer endothelialen Dysfunktion ausgehen, die sich mit Arginin oft gut bessern lässt. Entsprechende Präparate (z.B. Pascovasan®, Telocor®) haben zwar nicht die Indikation „erektile Dysfunktion“, aufgrund der angeführten theoretischen Überlegungen und durch mehrere Erfahrungsberichte könnte sich das Arginin in der Behandlung der erektilen Dysfunktion (jedenfalls, wenn eine Durchblutungsstörung mit endothelialer Dysfunktion nachgewiesen ist, nicht jedoch bei anderen Ursachen) gewissermaßen als „natürliches Viagra®“ erweisen.  

Viele Wege führen also zum Ziel. Eine Therapie mit Phosphodiesterase-Inhibitoren, also Viagra® und Co., stellt dabei eine Therapieoption dar, die man(n) im Hinterkopf haben sollten. Reflexartig bei der geringsten sexuellen Funktionsstörung zur kleinen „blauen Pille“ zu greifen, hieße allerdings, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Aufgrund der hohen Wirksamkeit und der Bequemlichkeit in der Anwendung sind die Phosphodiesterase-Inhibitoren heute das Mittel der Wahl bei der erektilen Dysfunktion. Aufgrund der Nebenwirkungen und der nicht geringen Kosten (die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur in den seltensten Fällen) sind sie aber nicht unbedingt das Mittel der allerersten Wahl.

Achtung, wichtiger Hinweis: Bitte keine Phosphodiesterase-Inhibitoren aus dem Internet besorgen, die dort zahlreich und ohne Rezeptanforderung angeboten werden! Im besten Fall ist in der Tablette „gar nichts“ drin. Im schlechtesten Fall sind andere Substanzen mit möglicherweise bedenklichen Nebenwirkungen oder tatsächlich ein Phosphodiesterase-Inhibitor, aber meist nicht in der angegebenen Dosierung, enthalten. Finger weg davon!

Viagra® & Co. - Phosphodiesterase-Inhibitoren – Präparate: 

Ø      Cialis® (Tadalafil )10 mg/20 mg

Ø      Levitra® (Vardenafil) 5/10/20 mg

Ø      Viagra® (Sildenafil) 25/50/100 mg 

Anwendung: Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, aber nur dann, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt. 

Viagra® & Co. - Gegenanzeigen (Auswahl):

Ø      Patienten, die organische Nitrate in jeglicher Form einnehmen (auch Amylnitrit, Molsidomin)

Ø      Männer, denen von sexueller Aktivität abzuraten ist, z. B. mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie instabile Angina pectoris, gravierende Herzrhythmusstörungen, schwere Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt während der vorangegangen 90 Tage

Ø      Schwere Leberinsuffizienz oder Nierenfunktionsstörung

Ø      Hypotonie (<90/50 mmHg)oder unkontrollierte Hypertonie

Ø      Schlaganfall während der vorangegangenen 6 Monate

Ø      Anwendung bei Frauen und Personen < 18 Jahre, Vorsicht bei Männern > 75 Jahre

Ø      Patienten mit vererbter Galactose-Intoleranz oder Glucose-Galactose-Malabsorption

Ø      Gleichzeitige Anwendung mit HIV-Protease-Inhibitoren, z. B. Ritonavir, Indinavir („AIDS-Medikamente“) 

Viagra® & Co. - Nebenwirkungen (Auswahl):

Ø      Sehr häufig: Kopfschmerzen, Dyspepsie

Ø      Häufig: Schwindel, Hautrötung, verstopfte Nase

Ø      Gelegentlich: Schwellung der Augenlider, Schmerzgefühle an den Augen, Bindehautrötung

Ø      Inzwischen sind einige Fälle von Blindheit durch einen Verschluss eines Augengefäßes ("Schlaganfall am Auge") berichtet worden. Dieses Risiko ist wohl nicht sehr hoch, steigt aber, wenn andere Risikofaktoren für Gefäße wie Diabetes, Rauchen oder hohes Cholesterin vorliegen.

Ø      Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktion einschl. Hautausschlag, Urticaria, Gesichtsödem, Steven-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis, schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse einschl. Myokardinfarkt, plötzlicher Herztod, instabile Angina pectoris, ventrikuläre Arrhythmien, Schlaganfall, vorübergehende ischämische Attacken, Brustschmerz, Palpitation und Tachykardie, Hypertonie, Synkope, Hyperhidrosis, abdominelle Beschwerden, gastro-ösophagealer Reflux, Priapismus (lang andauernde Erektionen)

Ø      Bei den meisten Patienten mit schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen waren vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt.

Ø      Hypotonie wurde häufiger berichtet von Patienten, die schon mit Antihypertensive behandelt wurden. 

Viagra® & Co. - Wechselwirkungen:

Protease-Inhibitoren wie Ritonavir, Saquinavir und andere CYP3A4-Inhibitoren wie Erythromycin, Clarithromycin, Itraconazol und Grapefruitsaft erhöhen wahrscheinlich die Plasmaspiegel, daher kann sich die Häufigkeit der Nebenwirkungen erhöhen.

Viagra® & Co. - Hinweise:

Ø      Reaktionsvermögen!

Ø      Patienten, mit Erektionen, die länger als 4 Stunden (Priapismus) dauern, sollten dringend ärztlich Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ø      Wird Priapismus nicht sofort behandelt, können Schädigungen des Penisgewebes und dauerhafter Potenzverlust die Folge sein.

Ø      Das Trinken von Grapefruitsaft während der Therapie vermeiden.

Viagra® & Co. - Empfohlene Laboruntersuchungen:

Für erektile Dysfunktion relevante Erkrankung
Diabetes mellitus
Fettstoffwechselstörung
Lebererkrankung
Nierenerkrankung
Schilddrüsenfunktionstörung
Prostataerkrankung
Hormonelle Störung
Verdacht auf endotheliale Dysfunktion
 
Laborwert(e)
Blutzucker, HbA1c
Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceride
GOT, GPT, γGT
Kreatinin, Harnstoff
TSH, ggf. T3, T4
PSA, ggf. freies PSA
Testosteron,
DHEA, SHBG
ADMA

Viagra® & Co. - Relevante Erkrankungen und Risikofaktoren:

Ø      Alter
Ø     
Diabetes mellitus
Ø      Nikotin
Ø      Zuviel
Alkohol
Ø      Koronare Herzkrankheit/periphere arterielle Verschlusskrankheit
Ø     
Adipositas
Ø      Schilddrüsenunterfunktion
Ø      Schwere Niereninsuffizienz
Ø     
Bluthochdruck
Ø      Fettstoffwechselstörungen
Ø      Zustand nach Operationen um Beckenbereich
Ø     
Endogene Depression

Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck. www.naturarzt-access.de

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Aktualisiert: Juni 2010

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