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HABICHTSWALDKLINIK
Klinik für
Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde
Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz
34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe
Informationen zu Krankheiten
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Triptane ©
Die neue Generation der
Migränemedikamente
Die
Triptane sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt. Sie stellen die neueste
Generation von Migränemedikamenten dar und haben die früher üblichen
Mutterkornalkaloide fast völlig vom Markt verdrängt, da sie noch rascher und
zuverlässiger als diese einen
Migräneanfall beenden können.
Triptane sind so genannte
Serotonin-5HT1B/1D-Rezeptoragonisten. Dies bedeutet,
dass sie an einen bestimmten Rezeptor (Schlüsselmolekül an der Zelloberfläche)
im Gehirn andocken und dort Wirkungen wie der Nervenbotenstoff Serotonin
entfalten. Dies führt dazu dass sich Gehirngefäße, die im
Migräneanfall oft
stark erweitert sind, wieder zusammenziehen. Außerdem hemmen Triptane die
Freisetzung anderer Botenstoffe, die Gefäße erweitern und die
Entzündungsprozesse an den Gefäßen auslösen können. Darüber hinaus behindern sie
Schmerzsignale, die aus der Hirnhaut in das Gehirn gesendet werden. Triptane
wirken also gefäßverengend, entzündungshemmend – sowohl Gefäßerweiterungen als
auch Gefäßentzündungen sind entscheidende Faktoren bei
Migräne
– und
analgetisch, also Schmerz mindernd. In dieser Kombination der Effekte stellen
sie geradezu ideale Migränemedikamente dar.
Sie
können Triptane immer an der Endung „–triptan“ im Substanznamen erkennen, z.B.
Allegro® = Frovatriptan. Es gibt derzeit
sieben Triptane auf dem deutschen Markt, teilweise in verschiedenen Dosierungen
und Darreichungsformen.
Triptane
in Deutschland
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Substanz |
Handelsname |
|
Almotriptan |
Almogran®
12,5 Filmtabl. |
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Eletriptan |
Relpax® 20/40 Filmtabl. |
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Frovatriptan |
Allegro® 2,5 Filmtabl. |
|
Naratriptan |
Naramig® Filmtabl. |
|
Rizatriptan |
MAXALT®
5/10 Tabl. / MAXALT® lingua 5/10 |
|
Sumatriptan |
Imigran®
50/100 Filmtabl. /
Imigran® T
50/100 Filmtabl. / Imigran® Nasal mite 10/Nasal 20 / Imigran®
Zäpfchen / Imigran®-Inject, Imigran® s.c. |
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Zolmitriptan |
AscoTop®
2,5/5 Filmtabl. / AscoTop® 2,5/5 Schmelztabl. / AscoTop® 5
Nasenspray |
Da
Migräneanfälle oft mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen, wirken Tabletten, die
ja erst im Darm aufgenommen werden können, nicht immer zuverlässig. Zäpfchen,
Tabletten, die schon im Mund aufgenommen werden, oder Spritzen wirken in diesen
Fällen sicherer und schneller, können allerdings auch schneller Nebenwirkungen
entfalten. Da die Triptane noch unter Patentschutz stehen, lassen sich die
Pharmahersteller ihre
Medikamente gut bezahlen: Die Behandlung eines
Migräneanfalles kostet mit Triptanen etwa 10 €, bei den Spritzen sogar über 30
€. Ganz wichtig: Triptane können nur beim Anfall ihre Wirkung entfalten,
vorbeugend wirken sie hingegen nicht.
Gegenanzeigen für Triptane
Zustand nach
Herzinfarkt
Koronare Herzkrankheit
Koronarer Vasospasmus (Verkrampfung der Herzkranzgefäße)
Schwerer oder schlecht eingestellter
Bluthochdruck
Schlaganfall
TIA (Transitorische ischämische Attacke, „Schläglein“)
Schwere Leberschwäche
Gleichzeitige Gabe von Ergotamin (Mutterkornalkaloid) oder andere
Serotonin-Rezeptor-Agonisten
Bestimmte, seltene Migräneformen (hemiplegische, basilare oder
opthalmoplegische Migräne) |
Nebenwirkungen
der Triptane
Häufig:
Schwindel
Parästhesien (Empfindungsstörungen auf der Haut wie „Ameisenlaufen“ oder
veränderte Berührungsempfindlichkeit oder Temperaturempfindung)
Kopfschmerzen
Müdigkeit, Benommenheit
Übelkeit
Mundtrockenheit
Bauchschmerzen
Hitzewallungen, Schwitzen
Engegefühl im Hals
Skelettschmerzen
Sehstörungen |
Gelegentlich:
Selten:
Wechselwirkungen der Triptane
|
Orale Kontrazeptiva („Pille“) |
Erhöhung der Triptanblutspiegel |
|
MAO-Hemmer (bestimmte
Psychopharmaka) |
Serotonin-Syndrom |
|
Johanniskraut |
Serotonin-Syndrom |
|
Selektive
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer |
Serotonin-Syndrom,
Bluthochdruck,
Verengung der Herzkranzgefäße |
Triptane –
starke Wirkungen, häufige
Nebenwirkungen
Die
Hauptgegenanzeigen und –nebenwirkungen ergeben sich aus der Gefäß
zusammenziehenden Wirkung der Triptane. Wenn auch nur der geringste Verdacht auf
bereits bestehende Gefäßverengungen vorliegt, dürfen auf gar keinen Fall
Triptane verordnet werden, da sonst ein Gefäßverschluss die Folge sein könnte.
Liegen
Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen vor (z.B.
Bluthochdruck, starkes
Übergewicht, hohes
Cholesterin), dann sollte vor der Verordnung von Triptanen
unbedingt durch entsprechende Diagnostik bereits bestehende Gefäßverengungen
ausgeschlossen werden.
Einige
der anderen
Nebenwirkungen ergeben sich aus den Effekten auf das zentrale
Nervensystem und die Psyche. Da Triptane in den
Serotoninstoffwechsel eingreifen
und
Serotonin einer der wichtigsten Botenstoffe des Nervensystems ist, kommt es
durch Triptane nicht nur zu sehr starken Wirkungen, sondern nicht selten auch zu
deutlichen
Nebenwirkungen in diesem Bereich. Wie bei jeder Arzneimittelgabe
müssen Risiken und Nutzen immer gut gegeneinander abgewogen werden. Dies ist bei Triptanen in besonderem Maße der Fall. Aus diesem Grunde dürfen auch
Medikamente, die Gefäße zusammenziehen oder in den
Serotoninhaushalt eingreifen,
nicht zusammen mit den Triptanen verabreicht werden.
Charakteristische Symptome eines
Serotoninsyndroms können Fieber, Schüttelfrost,
Zittern, Muskelzuckungen,
Durchfall, Übelkeit,
Bluthochdruck, elektrokardiographische Veränderungen,
Koordinationsverlust,
Herzrhythmusstörungen, eingeschränkte Funktionsfähigkeit
der Niere, Leberschädigung, Unruhe und Verwirrung umfassen. Das
Serotoninsyndrom
kann im Ernstfall sogar zum Tode führen!
Die
wichtigste
Nebenwirkung steht allerdings nicht im Beipackzettel und nicht in der
Roten Liste: Triptane beenden nicht nur
Migräne, sie begünstigen sie auch. Wir
sehen hier dasselbe Prinzip, wie wir es auch schon bei den
Antiarrhythmika beobachten können.
Homöopathen kennen dieses Wirkprinzip schon lange. Eine Substanz, die eine
bestimmte Krankheit erzeugt, kann diese unter Umständen auch heilen.
Wissenschaftler haben in ihren Experimenten mit Triptanen am Menschen
festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit für einen neuen
Migräneanfall an den
nächsten Tagen nach Einnahmedeutlich erhöht ist. Leider wird diese für die
Anwendung der Triptane doch sehr wichtige Erkenntnis den Patienten mit
Migräne
meist verschwiegen. Dies bedeutet: Mit der Einnahme von Triptanen sollte man
sehr zurückhaltend sein. Wenn irgend möglich, sollte man mit „harmloseren“ (bei
Migräne aber leider auch schwächeren
Medikamenten) wie z.B.
ASS auskommen. Wenn man jedoch zu Triptanen greift, sollte man dies
möglichst selten tun. Braucht ein
Migränepatient alle zwei bis drei Tage ein Triptan, so handelt es sich vermutlich um eine triptanbedingte
Migräne – das
Medikament unterhält die Krankheit, gegen die es eigentlich eingesetzt wird.
Greift man jedoch bei einem
Migräneanfall zu Triptanen, dann sollte man nicht zu
lange warten, sondern dies möglichst zu Beginn des Anfalles tun, da dann die
Wirkung am schnellsten und zuverlässigsten eintritt. Für schwere, ansonsten kaum
zu beeinflussende
Migräneanfälle stellen Triptane eine wertvolle Bereicherung
der therapeutischen Möglichkeiten dar – wenn die Gegenanzeigen beachtet und die
Nebenwirkungen sorgfältig abgewogen werden.
Umfassend
informiert zum Thema
Migräne:
1. Teil - Migräne und Kopfschmerzen, eine allgemeine Einleitung,
Link:
www.migraene-1.de
2. Teil
– Naturheilkundliche Therapie, Link:
www.migraene-1.de/naturheilkundliche-therapie/
3. Teil – Alternative
Heilmethoden, Link:
www.migraene-1.de/alternative-heilmethoden/
4. Teil – Ernährung
bei Kopfschmerzen, Link:
www.migraene-1.de/ernaehrung-kopfschmerzen/
5. Teil – Entgiftung
bei Kopfschmerzen, Link:
www.migraene-1.de/entgiftung-kopfschmerzen/
6. Teil –
Kopfschmerzen und Psyche, Link:
www.migraene-1.de/kopfschmerzen-psyche/
7. Teil
– Neue Migränemedikamente,
Link:
www.1-medikamente.de/triptane/
und last but not
least: ein Fallbeispiel „Kopfschmerzen – ganzheitlich geheilt“ finden Sie unter:
www.migraene-1.de/kopfschmerzen/
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
©
Dr. Volker
Schmiedel
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin
(Univ. Mailand).

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Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte
- von Abnehmen bis Zöliakie -
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Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der
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werden.
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Hier finden Sie weitere
Gesundheitstipps:
http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/
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