Metamizol
Die wichtigsten Handelspräparate sind Novalgin®, Berlosin®, Analgin®, Metalgin®, Novaminsulfon-ratiopharm®, Novaminsulfon-Lichtenstein®, Metamizol-Hexal®. Metamizol wirkt
ebenso wie
Eine sehr
seltene (etwa 1: 1 Million), dafür sehr gefährliche Nebenwirkung ist die
Agranulozytose*.
Dabei wird im Knochenmark die Bildung für das
Wenn es also unter der Anwendung von Metamizol zu Halsschmerzen, Fieber und Schüttelfrost kommt, dann sollte eine Agranulozytose in Erwägung gezogen werden. Das Problem ist allerdings, dass Metamizol häufig auch bei fieberhaften Infekten mit Halsschmerzen eingesetzt wird, so dass diese Störung nicht immer einfach zu erkennen ist. Bei Verdacht sollte dringend ein Differentialblutbild durchgeführt werden, welches zu einer raschen Aufdeckung der Agranulozytose führt. Bei Absetzen von Metamizol ist die Prognose meist gut, bei Nicht-Erkennen der Agranulozytose und fortgesetzter Therapie können bis zu 10 % der Betroffenen daran versterben. Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen ausgelöst werden. Bei bekanntem Asthma bronchiale oder Heuschnupfen – wenn also bereits eine Neigung zu allergischen Reaktionen besteht – sollte Metamizol besonders zurückhaltend eingesetzt werden. Übelkeit und Erbrechen können manchmal auftreten. Gelegentlich kommt es auch zu einer (harmlosen) Rotfärbung des Urins. Fazit – Metamizol ist nicht das erste Schmerzmittel der Wahl, sondern die Reserve Metamizol ist
ein bewährtes Schmerzmittel, welches eingesetzt werden kann, wenn andere
schwächere Medikamente wie
Anwendung von Metamizol Bei Koliken,
sonstige akute u. chronische starke Schmerzen, soweit andere therapeutische
Maßnahmen nicht indiziert sind. - Bekanntes Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödem-Typ
- akut intermittierende hepatische Porphyrie (eine
seltene Stoffwechselerkrankung)
- Störung der Knochenmarksfunktion oder
Erkrankungen des hämatopoetischen (blutbildenden)
- Säuglinge <3 Monate oder <5 kg Körpergewicht. Kontraindiziert im 1.und 3. Trimenon. Strenge Nutzen-Risiko-Abwägung im 2. Trimenon. Metamizol und Stillzeit Kontraindiziert. Nebenwirkungen von Metamizol Selten anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen, sehr selten schwer verlaufend. Leichtere Reaktionen wie Augenbrennen, Husten, Nasenlaufen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung (besonders im Gesichts- und Kopfbereich), Nesselsucht, Schwellungen im Gesichtsbereich, selten Übelkeit u. Bauchkrämpfe. Übergang in
schwere Formen möglich bis hin zu schwerer
Urticaria,
Angioödem, Bronchospasmus, Herzjagen, manchmal auch zu langsamer Pulsschlag,
Asthmaanfall bei Analgetika-Asthma-Syndrom. Selten Arzenimittelexanthem. Selten Leukopenie (zu wenige weiße Blutkörperchen), sehr selten Agranulozytose (starke Verminderung der Bildung der Granulozyten, einer besonderen Gruppe der weißen Blutkörperchen, die dann mit einer schweren Immunstörung einhergeht), Thrombopenie (Verminderung der Bildung der für die Gerinnung wichtigen Blutplättchen), akute Verschlechterung der Nierenfunktion. Wechselwirkungen bei Metamizol Ciclosporin: Abnahme des Wirkspiegels, daher bei gleichzeitiger Einnahme engmaschige Kontrolle. Dieser Artikel wird mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift „Naturarzt“ www.naturarzt-access.de abgedruckt.
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