Biphosphonate
Osteoporose
ist eine Krankheit des Skeletts, die das Risiko von Knochenbrüchen deutlich
erhöht. Bereits jetzt führt
Osteoporose zu großem persönlichem Leid und
verursacht Milliardenkosten im Gesundheitssystem. Das Problem wird sich in den
nächsten Jahren (z.B. durch höheres Lebensalter vieler Menschen, Bewegungsarmut,
Zivilisationskost mit
Wie wirken
Biphosphonate haben zwei Wirkmechanismen. Einerseits lagern sie sich selbst in den Knochen ein und fördern die Mineralisierung, d.h. die Einlagerung von Kalzium in das Knochengerüst. Zum anderen hemmen sie die Osteoklasten, die natürlicherweise den Abbau von Knochen bewirken. Osteoklasten (Abbau) und Osteoblasten (Aufbau) halten sich normalerweise die Waage (im Alter und bei Bewegungsmangel überwiegen erstere). Durch die Biphosphonate wird also das Gleichgewicht zugunsten des Knochenaufbaus verschoben. Die Halbwertszeit beträgt mehrere Jahre. Das einmal aufgenommene Präparat verbleibt also mehrere Jahre bis Jahrzehnte im Knochen. Im Gegensatz zu Fluorpräparaten, die zwar wirken (Knochendichte wird erhöht), aber in Studien sich als nicht wirksam erwiesen haben (Knochenbrüche werden im Vergleich zu Placebo nicht reduziert), haben Biphosphonate ihre Wirksamkeit erfolgreich unter Beweis gestellt. Bei Menschen mit einer deutlich verminderten Knochendichte, die einen Knochenbruch auch bei einem geringen Trauma möglich erscheinen lässt, oder einer leicht bis mäßig verminderten Knochendichte bei schon erfolgten Frakturen oder bei weiteren Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Vererbung), sollte die Gabe von Biphosphonaten erwogen werden. Aufgrund der durchaus vorhandenen Nebenwirkungen dieser Substanz sollte die Einnahme aber nur nach einer kritischen Risiko-Nutzen-Abschätzung erfolgen. Nach etwa einem Jahr der Einnahme sollte der Erfolg (zumindest die Wirkung auf die Knochendichte) mittels Knochendichtemessung überprüft und die weitere Einnahme diskutiert werden. Indikation – wann werden Biphosphonate eingesetzt? Die
Hauptindikation ist die Behandlung der postmenopausalen
Osteoporose ( Biphosphonate - Was bei der Einnahme wichtig ist Bei der Einnahme von Biphosphonaten gilt es, einige Besonderheiten unbedingt zu beachten. So werden Biphosphonate im Darm nicht gut aufgenommen. Insbesondere mit Kalzium werden unlösliche Komplexe gebildet, weswegen sie nie zusammen eingenommen werden dürfen (einige Stunden Abstand sind ausreichend). Die Einnahme darf daher nur streng nüchtern und mit einem Glas Leitungswasser erfolgen. Am besten werden Biphosphonate morgens im Stehen genommen und man sollte sich auch anschließend nicht wieder hinlegen. Es muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass das Medikament in die Magen gelangt und nicht kurz vorher in der unteren Speisenröhre „liegen bleibt“. In einigen Fällen ist es nämlich zu einem Durchätzen der Speiseröhre gekommen. Auch bei schweren Magen-Darm-Entzündungen dürfen Biphosphonate daher nicht eingesetzt werden.
Biphosphonate -
In bis
zu zehn Prozent der Fälle kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen,
Erbrechen oder
Biphosphonate - Gegenanzeigen
a)
Nierenfunktionsschwäche Biphosphonate in der Schwangerschaft Kontraindiziert. Es liegen noch keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen vor. Biphosphonate in der Stillzeit Kontraindiziert. Es ist noch nicht bekannt, ob die Substanz in die Milch gelangt. Biphosphonate - Nebenwirkungen Haut: Hautreaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen möglich) Magen-Darm-Trakt: Magen-Darm-Beschwerden
Elektrolyte, Stoffwechsel:
Urogenitaltrakt:
Biphosphonate - Wechselwirkungen
Biphosphonate - In Deutschland sind folgende Präparate auf dem Markt:
Die Substanzen liegen zum Teil in unterschiedlichen Dosierungen vor. Einige Präparate müssen täglich, andere dürfen nur wöchentlich eingenommen werden. Es gibt auch Zubereitungen, die vierteljährlich als Infusion verabreicht werden. Die geeignete Präparation unter Berücksichtigung von Nebenwirkungen und Einnahmesicherheit muss gemeinsam von Arzt und Patient entschieden werden. Biphosphonate - Bewertung
Biphosphonate sind eine neue Gruppe von
Medikamenten zur Behandlung von
Osteoporose die für betroffene Patienten oder
stark gefährdete Risikopersonen einen großen Fortschritt in der Therapie
bedeuten. Angesichts der guten Wirksamkeit von Biphosphonaten besteht
allerdings die Gefahr, dass andere Maßnahmen wie die Berücksichtigung von
vollwertiger
Dieser Artikel wird mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift „Naturarzt“ www.naturarzt-access.de abgedruckt. Viel Erfolg und starke Knochen!
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